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Napfschildlaus |
Zu den Schildläusen
(Coccidea) werden die an Zimmerpflanzen saugenden Napfschildläuse,
Deckelschildläuse und die an anderer Stelle genauer
beschriebenen Schmier- oder Wollläuse gerechnet.
Die Weibchen scheiden Lack, Wachs oder Seide aus, welche
als Schutzschild gegen die Witterung oder gegen Feinde
dient. Eier und Junglarven entwickeln sich geschützt
unter diesem Schild, der aus dem weiblichen Körper und
den Ausscheidungen gebildet wird. Die Männchen der
Schildläuse sind 1-2 mm lange fliegenähnliche Insekten
mit 2 häutigen Vorderflügeln, Hinterflügel fehlen. Die
Weibchen besitzen hingegen einen stark degenerierten
Körper, sind flügellos mit mehr oder weniger
schildartigem Körper.
Die Weibchen der Gemeinen Napfschildlaus, Eulecanium
corni bilden den hochgewölbte Schild aus erhärteter
Rückenhaut. Hierunter finden sich neben dem Weibchen bis
zu 3000 Eier.
Bei den Deckelschildläusen läßt sich der
bräunliche, rundliche Schild mit einer Nadel abheben,
wodurch dann das Weibchen freigelegt werden kann. Bei
Napfschildläusen würde diese Vorgehensweise das mit dem
Schild verwachsene Weibchen zerstören.
Die Weibchen dieser beiden Schildlausformen sind
unbeweglich und stecken mit ihren langen Stechrüsseln
fest in der Wirtspflanze. Nur die jungen Larven von ca.
0,1 mm Größe sind mobil.
Die Schildläuse schaden der Pflanze durch Saftentzug,
wobei vor allem schwächere Pflanzen hierunter leiden und
im wachstum zurückbleiben können. Beim Saugen geben die
Läuse mit dem Speichel Gifte in die Stichwunde ab,
welche zu Blühverzögerungen und Blattfall verursachen
können. Schildläuse scheiden sogenannten Honigtau aus,
auf dem sich Russtaupilze ansiedeln können.
Bevorzugte
Pflanzen: Anthurium (Flamingoblume), Aphelandra
(Glanzkölbchen), Aspargus (Zierspargel), Dieffenbachia
(Dieffenbachie), Ficus (Gummibaum), Filicatae (Farne),
Hedera (Efeu), Monstera (Fensterblatt), Nerium
(Oleander), Orchidaceen (Orchideen), Palmae (Palmen),
Stephanotis (Kranzschlinge).
Bekämpfung:
Das Problem bei der Bekämpfung der Schildläuse sind zum
einen die winzig kleinen, beweglichen Larven, welche
trotz ihres massenhaften Auftretens nicht erkannt werden,
zum anderen die Schutzfunktion des Schildes gegen
Bekämpfungsmaßnahmen. So sollte vor einer Behandlung
mit handelsüblichen Mitteln (Weißöl, Rapsöl) ein
Abstreifen der sessilen Tiere vorgenommen werden. Zudem
sollte die Behandlung nach zwei Wochen wiederholt werden,
da die Eier unter den Schilden geschützt sind.
Der Honigtau kann mit Seifenwasser abgewaschen werden.
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